Crashkurs Entropie

Dieses Beiheft zeichnet die Argumente des Hauptwerkes, warum die aktuellen Grundlagen unserer Wärmelehre nicht von universeller Gültigkeit sein können, kurz und bündig nach.

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Titelinformationen


Christian Blöss: Crashkurs Entropie
Nachgereichte Vorrede zu einer bereits erschienenen Würdigung der Prinzipe der Wärmelehre
Version 1 / November 2010
ISBN-13: 978-3-8423-3145-7
Paperback, 88 Seiten, 21,5 x 13,5 cm, 10 Abbildungen
€ 12,- [D]

Vorwort


Eigentlich sollte es nur ein Artikel angemessenen Umfangs über Entstehen und vor allem Vergehen des „Zweiten Hauptsatzes“ für die Zeitschrift „Zeitensprünge“ werden. Binnen kurzem entwickelte sich dieser Text jedoch zu einer Kurzfassung des Buches, von dem er abstammt: „Entropie. Universelle Aspekte einer physikalischen Mengengröße“.
Dieses Büchlein erscheint gut ein viertel Jahr nach dem Hauptwerk. Es zeichnet dessen Argumente, warum die Grundlagen unserer Wärmelehre nicht von universeller Gültigkeit sein können, kurz und bündig nach:

  • Entropie als quantisierte Mengengröße ist auch „reversibel“ quellfähig.
  • Ohne Erhaltungseigenschaften hat die Defini­tion der Entropie als dS = dQ/T keinen Bestand.
  • Bisher als universell gültig erachtete wesentliche Einschränkungen für die Energietechnik entfallen.

Ein Blick in die Geschichte der Physik zeigt, dass die plancksche Quantenhypothese zwar die Quantenrevolution der Physik auslöste, in ihrer ursprünglichen Stoßrichtung jedoch unverstanden blieb.
Deshalb blieb unberücksichtigt, dass Licht – welches selbst im einfachsten System der Wärmelehre anwesend ist (also auch in einem gasgefüllten Zylinder mit Arbeitskolben) – energetisch genauso berücksichtigt werden muss wie alle anderen physikalischen Mengen. Die Vermutung, sich dieser Aufgabe mit Einführung der Entropie schon längst entledigt zu haben, wäre schon damals nicht von der Hand zu weisen gewesen.
Angenommen, die Quanten des Lichts sind auch die der Entropie. Dann wird diese zentrale Größe der Physik nach einer Ära chimärenhaften Daseins endlich direkt messbar, nämlich aus der Photonendichte eines Systems und der Elementarmenge der Entropie, die auf ihre Entdeckung gewartet hat, seit Ludwig Boltzmann die Entropie der Hohlraumstrahlung ableitete.
Damit würde der „Zweite Hauptsatz“ – dessen Rückendeckung als unverzichtbar gilt, solange man wegen der Unmessbarkeit der Entropie mit dem Rücken zur Wand steht – überflüssig werden. Überrascht es noch, dass die aktuelle Entropie-Definition mit Zusatzannahmen erschlichen wird, die nur deswegen unangreifbar erscheinen, weil die Entropie keiner direkten Messung zugänglich ist?
Eine Würdigung der Wärmelehre, die diese Erkenntnisse miteinbezieht, erlaubt es schließlich auch, einige für unüberwindlich gehaltene Restriktionen in der Energietechnik neu zu bewerten – eine interessante Ausgangssituation, um dringend benötigte Konzepte zur Energieversorgung zukunftssicherer gestalten zu können.

Berlin, 12. November 2010

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